Reiserückblick, Teil II
August 18, 2010
Irgendwie scheinen es mir die Fahrten mehr angetan zu haben als die Aufenthalte. Nach einigen Diskussionen in unserer Gruppe, haben wir entschlossen, für den Weg von Kärnten an die Slowenische Küste nicht die Autobahn zu nehmen, sondern über Alpenpässe entlang der wunderschönen blauen und klaren Soča zu fahren – und ich kann jeden empfehlen, das zu tun, sollte er/sie mal in dieser Gegend sein!
Der erste Pass war dann allerdings zunächst etwas beängstigend – im Niemandsland zwischen Österreich und Slowenien weisen Hinweisschilder darauf hin, doch lieber in den ersten Gang zu schalten, wenn man die Serpentinen hoch will: 16 Prozent Steigung, und eine sehr schlechte Straße. Aber deshalb haben die Österreicher an der Stelle ja auch eine Baustelle aufgebaut, und nur eine Spur freigegeben. Gut, dass ich nicht fahren musste.
Pass Nummer zwei war dann deutlich reizvoller! Ich glaube, es waren 30 Kehren bis man oben auf dem Vršič (sprich: Ffrrschitsch??!!) – auf 1611 Metern – ankommt. Und es gibt tatsächlich unzählige Radfahrer, die sich da hochquälen, wir waren ja von Autofahren schon außer Atem. Was man dabei allerdings sieht ist wirklich beeindruckend und mit Worten kaum zu beschreiben – blöd, dass ich meine Kamera erst bei der Abfahrt aus dem Kofferraum geholt habe. Spektakuläre Felsen, ein Loch im Gipfel, viel, viel Grün und eine Kuh mitten auf der Straße, am höchsten Punkt. Die Julischen Alpen sind wirklich sehr, sehr schön und etwas ganz anderes als das Pitztal im Winter.
Und was meinst du?



